Änderung Privatanteil Luxusfahrzeug

Privatanteil Luxusfahrzeug – bis 17% statt 9,6%

Am 11. Februar 2019 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich ein Urteil zum Luxusanteil (Pri­vatanteil) bei Geschäftsfahrzeugen erlassen.

Das Urteil ist rechtskräftig und wird über den Kanton Zürich hinaus grosse Bedeutung erlangen, weil es auch die Direkte Bundessteuer betrifft. Je nach Erwerbspreis kann sich der geforderte Privatanteil von den bekannten 9,6% auf bis zu 17% erhöhen. Bei zu tief verbuchten Privatanteilen besteht die Gefahr von Aufrechnungen als verdeckte Gewinnausschüttung. Steuerpflichtige und deren Berater tun also gut daran, sich eingehend mit der Materie zu beschäftigen.

Luxusanteil – ab welchem Anschaffungswert?
Im Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts wird aus­ge­führt, dass sich die Aus­schei­dung eines Luxus­an­teils bei Geschäfts­fahr­zeu­gen ab einem Anschaf­fungs­wert (exklu­si­ve MWST) von mehr als CHF 100’000 recht­fer­tigt. Es wird zudem dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in ande­ren Kan­to­nen sogar tie­fe­re Schwel­len­wer­te gel­ten. Im glei­chen Arti­kel wird aber auch auf das Zür­cher Steu­er­se­mi­nar von Unter­neh­mer Forum Schweiz vom 7. Dezem­ber 2017 ver­wie­sen. Dort spra­chen Hans-Ulrich Meu­ter und Eva Mäki vom Kan­to­na­len Steu­er­amt Zürich von einem Grenz­wert für Luxus­fahr­zeuge ab einem Anschaf­fungs­wert von CHF 120’000 (exklu­si­ve MWST). 

Pri­vat­an­teil wie bis­her – das war ges­tern

Die Gerichts­ur­tei­le zei­gen wei­ter auf, dass der Hin­weis, wonach die Ver­bu­chung von 9,6% Pri­vat­an­teil bei Luxus­fahr­zeu­gen von der Steu­er­be­hör­de bis­her akzep­tiert wur­de, nicht wei­ter­hilft. Laut Gerichts­ur­teil Ver­wal­tungs­ge­richt gilt die Rechts­kraft frü­he­rer Steu­er­ein­schät­zun­gen und Ver­an­la­gun­gen immer nur für die jewei­li­ge Steu­er­pe­ri­ode. Tat­säch­li­che und recht­li­che Ver­hält­nis­se in spä­te­ren Steu­er­pe­ri­oden kön­nen wie­der­um anders gewür­digt wer­den. 

Zusam­men­fas­sung
Die Gerichts­ur­tei­le in ver­schie­de­nen Kan­to­nen zei­gen, dass beim Pri­vat­an­teil auf Luxus­fahr­zeu­gen seit eini­ger Zeit ein ande­rer Wind weht. Die Schweiz gilt mit­hin als das Land mit der dich­tes­ten Anzahl an Luxus­fahr­zeu­gen ver­gli­chen mit dem gesam­ten Fahr­zeug­be­stand. Es lohnt sich also für die Steu­er­pflich­ti­gen und deren Bera­ter, die­sem The­men­be­reich gros­se Beach­tung zu schen­ken – und zwar bevor es die Steu­er­be­hör­de tut. 

Hier noch­mals die wich­tigs­ten Eck­wer­te zum The­ma Luxus­fahr­zeu­ge:

  • Defi­ni­ti­on Luxus­fahr­zeug je nach Kan­ton ab Schwel­len­wer­ten CHF 80’000 bis CHF 120’000 (vor MWST)
  • Ein­zel­fall­be­zo­ge­ne Erhö­hung des Pri­vat­an­teils bei Fahr­zeu­gen über die­sen Schwel­len­wer­ten von 9,6% auf bis zu 17% auf dem gesam­ten Erwerbs­preis
  • Save haven rule Kan­ton Zürich: 15%

Quelle Unternehmerforum Schweiz

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